Imajitari – Intern. Dance Film Festival

Die Vorführung findet vom 29. September bis 2. Oktober 2022 im Kineforum – Taman Ismail Marzuki, Jakarta / IDN statt.

Im Rahmen des Wettbewerbs werden die besten 6 Werke von der Jury ausgewählt.

imajitari.id/2022-festival/results

Vielfalt ist unvermeidlich, vor allem im Kontext der immer komplexeren soziokulturellen Entwicklung der heutigen Gesellschaft, die sich auch auf die größere Vielfalt von Tanzfilmen in verschiedenen Sprachen auswirkt. Im Jahr 2022 wurden bei IMAJITARI rund 1.000 Werke aus mehr als einem Dutzend Ländern der Welt eingereicht, was die Räumlichkeit der Tanzfilmpraxis verdeutlicht, die nicht mehr zentralisiert ist.

Imajitari Festival Komitee

ich.bin.MUM

2022, Animation, 5:30 min

Es klingt wie die englische Kurzform von Mutter, jedoch handelt es sich hierbei um Googles neue KI Multitask Unified Model, die seit 2021 konsequent lernt, welche Absichten hinter unseren Fragen stecken, egal welche Sprache wir sprechen. Dadurch kann sie noch schneller und päziser antworten. MUM weiß was wir wollen. Wir können sie alles fragen.

Ein künstliches Auge scannt einer Überwachungskamera gleich die Umgebung. Es ist MUM. Ihr gegenübergestellt ist eine echte Mutter. Sind wir uns ähnlich? Mit jeder Suchanfrage lernt sie uns besser zu verstehen. Weiß sie bald mehr über uns als wir über sie? Was ist sie? Mutter oder Monster?

„Insgeheim sind wir alle nur auf der Suche nach einer übergeordneten Instanz.

Irgendjemand, der uns sagt, was, verdammt noch mal, wir tun sollen.“

Süddeutsche Zeitung, Update für die Übermutter vom 29.8.2021
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ARTMUC 2022

Teilnahme an der diesjähigen ARTMUC am Stand der GEDOK München

7. bis 9. Oktober 2022

MTC World of Fashion
Ingolstädter Straße 45
80806 München

Homunculus

2022, Animation, 5:47 min

Lange Zeit glaubte man, dass nur der Mensch in der Lage sei kausale Zusammenhänge zu begreifen, kreativ zu sein und nach moralischen Prinzipien zu handeln. Die Basis dazu bildet das menschliche Gehirn, das in seiner Komplexität einzigartig ist. Im Zeitalter von Deep-Learning, wo Maschinen lernen mit Hilfe neuronaler Strukturen selbständig zu „denken“, muss diese Ansicht revidiert werden.

In Homunculus (= lat. „Menschlein“) sehen wir uns einer Reihe von Gesichtern gegenüber, die im 25-Sekundentakt wechseln. Tatsächlich handelt es sich hierbei jedoch um keine realen Menschen, sondern um von einer KI generierte Portraits. Genial oder unheimlich?

Wir Menschen können in einem Bruchteil von Sekunden in der Mimik den emotionalen Zustand des Gegenübers „lesen“ – ein essentieller Bestandteil der nonverbalen Kommunikation der Spezies Mensch. Gerade in diesem Augenblick sind die „Maschinen“ dabei, dies ebenfalls zu lernen. Müssen wir uns davor fürchten? Kennt die KI uns bald besser als wir sie?

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29. Aichacher Kunstpreis

Vergabe des 29. Aichacher Kunstpreises durch die Stadt Aichach und die Sparkasse Aichach-Schrobenhausen

am Sonntag, 18. September 2022 um 15 Uhr

im SanDepot Aichach
Donauwörther Str. 36
86551 Aichach

Ausstellungsdauer: 18. September bis 23. Oktober 2022

Ausstellende Künstler: Regina Baierl, Ragela Bertoldo, Christian Bungies, Adam Cmiel, Lola Cuallado, Julia Dietrich, Ilse Feiner, Geraldine Frisch, Maximilian Gessler, Franz Günther, Andreij Herzog, Thomas Huber, Erika Kassnel-Henneberg, Christina Kirchinger, Klasse Ziese AdbK Nürnberg, Andreas Knapp, Fjodor Krasnikow, Katharina Lehmann, Martin Lehmer, Antje Lindner, Annette Marketsmüller, Christine Metz, Fabian Oppolzer, Sun Yun Park, Jungmin Park, Nadine Pasianotto, Christine Reiter, Stephanie Rössing, Andrea Sandner, Norbert Schessl, Turid Schuszter, Ingrid Settelmeier, Bea Stroppa, Sandra Tröger, Stephanie von Hoyos, wabato movement

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Memento

2022, Animation, 5:00 min

Die Basis dieser Arbeit bilden 25 Fotografien in Langzeitbelichtung, die während einer Tanzprobe gemacht wurden. Modulen gleich werden sie von mir neu angeordnet und wiederholt. So entsteht ein künstlicher, scheinbar endloser Tanz, der nichts mehr mit der ursprünglichen Choreografie zu tun hat. Nach barockem Vorbild werden hier Schönheit und Tod metaphorisch gegenübergestellt – ein Vanitas-Tanz auf die Vergänglichkeit des Lebens.

Begleitet wird das Video mit dem Auszug Das Totenamt aus dem Gedicht Das wüste Land von T.S. Eliot (Original: The Waste Land, 1922).

Tänzer: Dominik Feistmantl

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Fuck You, Next

Ausgabe #2: https://fuckyounext.com/, Online-Veröffentlichung vom 6.August 2022

„Unsere Geschichte: Wir sind auffällig und unkonventionell. Sie mögen vielleicht nicht alle Personen mögen, die das hier schreiben, aber unsere Arbeit verschiebt Grenzen und verändert die Art und Weise, wie wir die Welt sehen. Viele unserer Arbeiten konzentrieren sich auf kleinere, alltägliche Aktivitäten, aber wir glauben, dass dies die Grundlagen der Zukunft sind. Nicht alle Kunst ist groß. Vieles davon findet sich in unserem täglichen Leben wieder. Unser Ziel ist es, beides auf einfühlsame und herausfordernde Weise zu zeigen. Wir hoffen, dass wir die Zukunft schaffen, die wir uns wünschen.“

https://fuckyounext.com/about/

Surfing The Inside

2022, Animation, 2:51 min

Eine Freundin gab mir dieses alte Album ihrer Familie. Es rührt mich, dass sie es schon längst fortschmeißen wollte. Weil die Menschen auf den Fotos keine Bedeutung für sie haben, sagt sie. Aber sie habe es noch nicht übers Herz gebracht.

Nun halte ich es in meinen Händen und frage mich, wenn jemand die Geschichten dieser Menschen erzählen könnte, wären diese Erinnerungen wahr? Es wären erzählte Erinnerungen oder erinnerte Erzählungen oder erzählte Erinnerungen von Erzählungen von Erinnerungen…

Die Wissenschaft hat uns gelehrt, dass das Unterbewußtsein einen Zerrfilter über Erinnerung legt, damit sie uns nützlich ist. Wenn aber Erinnerung von Mensch zu Mensch immer mehr verzerrt wird, was kommt am Ende heraus? Wären folglich diese Geschichten nur unkontrollierbare Trugbilder einer inneren archaischen Macht?

Für mich ist dieses Fotoalbum der Beweis dafür, dass all unsere Bemühungen für ein bißchen Unsterblichkeit vergebens sind.

„Menschen machen Fotos gegenseitig
Zu beweisen, dass sie wirklich existierten
Auf Nummer sicher zu gehen, dass sie da sind
Menschen machen Fotos gegenseitig
In dem Glauben, dass jene Momente
Für alle Zeiten lebendig blieben.“

Auszug aus: Menschen Machen Fotos gegenseitig, Die goldenen Zitronen
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