Entität träumt Körper

StartWerk

2025,

Videoloop mit Ton, Animation, CGI,

4:18 min, mp4-Datei, Format 16:9, 9:16, 1:1,

Limitierte Edition: 5 + 2AP, verfügbar.

In Entität träumt Körper werden die Grenzen zwischen Leben und Simulation erforscht: Ein atmender Hautballon hebt und senkt sich, daneben ein Kinderspielzeug, dessen überlebendig wirkende Augen den Blick erwidern. Menschliche Fragmente, Technik und Spielzeug verschmelzen zu einem hybriden Wesen – vertraut und unheimlich zugleich.

Die Arbeit verhandelt die Grenzen zwischen Mensch und Maschine, zwischen dem technisch Machbaren und dem ethisch Vertretbaren. Prothesen und Erweiterungen erscheinen nicht als Fortschritt, sondern als irritierende Transformationen, die das Menschliche verfremden. Anstatt Visionen harmonischer Koexistenz zu entwerfen, legt die Installation die Ambivalenz und Unruhe einer möglichen Zukunft offen: Wo beginnt das Synthetische das Menschliche zu überformen? Und wie lässt sich in einer Welt permanenter Erweiterung noch eine Balance zwischen Menschlichkeit und Entfremdung denken?

Die Installation

Der Loop erweitert sich in den physischen Raum: zehn Polaroids, die ein Spielzeug – dem hybriden Wesen verblüffend ähnlich – in den Händen eines Kindes zeigen. Die Fotografien basieren auf dokumentarischem Material und tragen die Spuren realer Vergangenheit in sich.

Aus einer anderen Ecke des Raumes dringt eine Stimme, die über „Posthumanismus“ halluziniert. Eine Skulptur aus Sockeln erhebt sich mit einem kleinen TV-Röhrenfernseher als „Kopf“. Auf dem Bildschirm erscheint der digital rekonstruierte Kopf eines Kindes, konstruiert aus Kinderfotos meines Sohnes. Stimme und Text sind KI-generiert.

Die Arbeit verbindet Erinnerung und technologische Simulation und verdichtet Fragen nach Identität, Reproduktion und der Rolle des Menschen im posthumanen Zeitalter.

Musik: Rasmus Kassnel-Henneberg

2025, Rauminstallation mit 2 Videos (cgi, animation, TV-Skulptur, 10 Polaroids (2025 / 2015 / 2011). Simulation (oben links), Polaroids (Auswahl), Ausstellungsansicht „Sichtbar. Verknüpft. Frei.“ (2026, unten).

Neuer Humanismus in der digitalen Transformation

Im Zentrum von Kassnel-Hennebergs Arbeit steht die Frage nach einem neuen Humanismus. Dabei geht es um die Rolle des Menschen in der digitalen Welt. Sie untersucht, wie künstliche Intelligenz, Algorithmen und digitale Systeme das Menschliche verändern. Gleichzeitig fragt sie kritisch, inwieweit der Mensch noch autonom handeln kann, wenn technologische Prozesse Entscheidungen beeinflussen oder sogar ersetzen.

Ihre Werke eröffnen einen Diskurs über das Verhältnis von biologischer Existenz und technologischer Erweiterung. Dieses Thema zieht sich durch ihr gesamtes Zeitbasiertes Medienkunst-Portfolio. So zeigt sich, wie stark Technologie die menschliche Wahrnehmung und Identität prägt.


Medienübergreifende Praxis zwischen Analog und Digital

Kassnel-Henneberg versteht ihre künstlerische Praxis als Brücke zwischen analogen und digitalen Welten. Deshalb arbeitet sie medienübergreifend mit:

  • Video
  • CGI (Computer Generated Imagery)
  • Künstlicher Intelligenz
  • Polaroid-Fotografie
  • Collage und Mixed Media

Durch diese Kombination entstehen Werke, die zwischen Realität und Simulation, zwischen Dokumentation und Konstruktion angesiedelt sind. Das Publikum wird eingeladen, die eigene, medial geprägte Wahrnehmung kritisch zu hinterfragen. Zugleich schafft der Einsatz analoger Techniken einen spannenden Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.


Ausbildung und interdisziplinäre Grundlagen

Ihr künstlerischer Werdegang basiert auf einer interdisziplinären Ausbildung. Zunächst studierte sie Restaurierung an der Hochschule der Künste Bern. Dort erlernte sie handwerkliche Fähigkeiten und entwickelte ein tiefes Verständnis für Materialität, Geschichte und kulturelles Erbe. Anschließend absolvierte sie ein Studium der Interaktiven Medien an der Technischen Hochschule Augsburg.

Diese Kombination aus konservatorischem Wissen und digitaler Medienkompetenz bildet die Grundlage ihres Zeitbasierten Medienkunst-Portfolios. Sie ermöglicht ihr, traditionelle und moderne Techniken zu verbinden.


Ausstellungen, Festivals und internationale Anerkennung

Kassnel-Hennebergs Arbeiten wurden national und international präsentiert. Besonders hervorzuheben ist ihre Einzelausstellung „Uncanny Valley“ in der Neuen Galerie im Höhmannhaus der Städtischen Kunstsammlungen Augsburg. Dort thematisierte sie das Unheimliche, das entsteht, wenn künstliche Systeme Menschen zunehmend ähneln.

Darüber hinaus war sie mehrfach beim FILE – Electronic Language International Festival in São Paulo vertreten. Dieses Festival gehört zu den weltweit wichtigsten Plattformen für digitale und zeitbasierte Medienkunst und unterstreicht die internationale Bedeutung ihrer Arbeit.


Auszeichnungen und künstlerische Anerkennung

  • 2013: Kunstpreis der Stadt Krumbach für das Buchobjekt „Heimat ist anderswo“
  • 2022: Kunstpreis des Landkreises Augsburg für das Gesamtwerk

Diese Auszeichnungen würdigen nicht nur ihre kontinuierliche Auseinandersetzung mit Identität, Erinnerung und gesellschaftlichem Wandel. Sie zeigen auch, wie relevant ihr Zeitbasiertes Medienkunst-Portfolio für die zeitgenössische Kunst ist.


Lehre, Jurytätigkeit und Medienkultur

Neben ihrer künstlerischen Arbeit ist Kassnel-Henneberg als Lehrbeauftragte tätig. Sie unterrichtet an der Technischen Hochschule Augsburg und an verschiedenen privaten Kunstakademien. Darüber hinaus engagiert sie sich in Jurygremien und unterstützt junge Positionen in der Medienkunst aktiv.

Ihr pädagogisches und kuratorisches Wirken ergänzt ihre künstlerische Praxis. Es stärkt den Diskurs um zeitbasierte Medienkunst in Deutschland nachhaltig.


Fazit: Zeitbasierte Medienkunst als gesellschaftliche Reflexion

Erika Kassnel-Hennebergs Werk steht exemplarisch für eine zeitgenössische Kunst, die ästhetische Innovation mit gesellschaftlicher Relevanz verbindet. Ihr Zeitbasiertes Medienkunst-Portfolio lädt dazu ein, über Humanismus, Technologie und Identität in einer vernetzten Welt neu nachzudenken. Gleichzeitig zeigt es, wie Kunst Orientierung und Reflexion in einer komplexen, digitalen Realität bieten kann https://eri-kassnel.de/sichtbar-verknuepft-frei/ https://gedok-muc.de/

Ausstellungshistorie:

2026 – Sichtbar. Verknüpft. Frei., München, MaximiliansForum.

Ewige Jagd

StartWerk

2026,

Videoloop mit Ton, Animation, CGI,

2:40 min,

mp4-Datei, Format 16:9, 9:16, 1:1,

Limitierte Auflage: 5 + 2AP.

In einem von Betonmauern umschlossenen Raum kreist die Kamera um einen goldenen Apfel. Jenseits der Mauern kein Außenraum, kein Himmel – nur eine konturlose Schwärze. Zwei gesichtslose Avatare erscheinen, die ihre Handlungen auf den Apfel ausrichten, ohne ihn zu erreichen. Seine spiegelnde Oberfläche zeigt eine zweite Umgebung: einen abgeschlossenen, verfallenen Ort mit vergitterten Fenstern.

Die Szene organisiert sich als geschlossener Kreislauf. Annäherung, Gewalt und Wiederholung greifen ineinander, ohne zu einem Abschluss zu kommen. Der Apfel fungiert als Fixpunkt – ein Zentrum, das die Abläufe bündelt und zugleich blockiert.

Am Ende bleibt der Raum leer: umgeben von Beton, überzogen mit Spuren von Handlung, Zählung und Markierung.

Perpetuum Mobile

StartWerk

2024,

Videoloop mit Ton, 3:21 min, Animation, CGI,

mp4-Datei, Format 16:9, 9:16, 1:1

Limitierte Edition: 5 + 2AP.

Dieses Video zeigt einen korridorartigen Raum ohne Türen oder Fenster. Ein Pendel mit einer Glühbirne schwingt wie ein Uhrwerk zwischen den Wänden des Raumes hin und her und erzeugt einen mechanischen Rhythmus aus Licht und Dunkelheit. In diesem Wechsel werden Wandflächen sichtbar, die mit Erinnerungsfragmenten bedeckt sind: eine Blumentapete, ein Andachtsbild, ein ausgestopfter Hirschkopf und kryptische Formeln, die „Ewigkeit“ und „Erinnern“ als variable Zustände bezeichnen. Zunächst wirken diese Elemente vertraut und biografisch verwurzelt.

Mit der Wiederholung des Pendelschlags verschiebt sich diese Lesbarkeit. Die Szene verliert ihre Intimität und kippt in eine verdichtete, klaustrophobische Struktur. Der Raum erscheint weniger als Ort denn als System aus Wiederholung und Rückkopplung, in dem persönliche und historische Spuren nicht mehr trennbar sind.

Der Raum wird damit zu einem Speicher ohne Hierarchie, in dem Erinnerung nicht archiviert, sondern fortlaufend rekonstruiert wird. Was als biografisches Material erscheint, löst sich in eine abstrakte Logik der Wiederkehr auf.

Die Rauminstallation

Diese Logik setzt sich im Übergang zur physischen Installation fort. Objekte aus dem Video tauchen im realen Raum erneut auf und lösen die Grenze zwischen virtuellem und physischem Raum auf. Ein Andachtsbild des Christuskindes, das Tauben füttert, sowie keramische Tierschädel spiegeln die gezeigten Motive wider. Auf Polaroids an der Wand erscheinen einzelne Objekte erneut, darunter der ausgestopfte Hirschkopf. Durch diese wiederholte Übersetzung zwischen den Medien zirkulieren die Dinge zwischen Realität, Bild und Bedeutung. Dokumentation, Inszenierung und Ideologie werden ununterscheidbar. Der Raum erscheint zugleich real und konstruiert – als Sinnbild einer Gegenwart, in der historische Relikte, politische Narrative und mediale Wiederholungen eine Erfahrung permanenter Wiederkehr erzeugen.

Erweiterung in den physischen Raum: ein gerahmter Kunstdruck, 2 Tierschädelskulpturen aus Keramik, 11 Polaroids.
Rauminstallation, 76. Große Schwäbische Kunstausstellung, Halle 1 – Raum für Kunst im Glaspalast, Augsburg, 2024.

Ausstellungshistorie:

2026 – Sleepy Eye Film Festival, Den Haag

2024 – 76. Große Schwäbische Kunstausstellung, Glaspalast Augsburg

Metamorphosis

StartWerk

Ein real existierender Raum durchläuft ein „Was-wäre-wenn“ von unendlichen Möglichkeiten, ausgedacht von mir, visualisiert von einer künstlichen Intelligenz. Diese Arbeit wurde für die Veranstaltung „…FRESSEN IHN DIE RABEN“ im Stadttheater Neuburg a.d.Donau (16.06.2024) produziert. Begleitet wurde dieses Video mit einer Live-Performance des Stückes Nocturne von Lili Boulanger (für Flöte und Harfe).

Gebetszyklus

StartWerk

2025,

4 Videoloops mit Ton,

mp4-Datei, Format 16:9,

Limitierte Edition: 5 + 2AP.

Der vierteilige Videozyklus untersucht, wie sich Landschaft im Sehen konstituiert und zugleich jeder eindeutigen Verortung entzieht. Sie erscheint nicht als fester Ort, sondern als bewegtes Bild, das sich fortwährend zwischen Wahrnehmung und Simulation verändert.

Alle vier Videos sind als Loops angelegt. Ohne Anfang und Ende folgen sie einer wiederkehrenden Struktur, die sowohl an den Rhythmus der Jahreszeiten als auch an die Wiederholung des Rosenkranzgebets erinnert. Mit jeder Wiederkehr verändert sich die Wahrnehmung des Bildes: Vertrautes wird fremd, Fremdes vertraut. Landschaft tritt dabei als Ergebnis von Bewegung, Wiederholung und medialer Konstruktion hervor.

01 Grauen, 3:31 min

Der Morgen graut. Kahle Bäume ziehen vorüber, vereinzelt durchqueren Fahrzeuge die Szenerie. Im Zwielicht von Vergangenem und Kommendem hallen Erinnerungen nach.

02 Glut, 7:22 min

Zwischen Hitze und Verhüllung taucht ein Sandsturm die vorbeiziehende Landschaft in warmes Licht.

03 Heimsuchung, 3:12 min

Ein Gewitter zieht auf. Regentropfen zeichnen flüchtige Spuren, während die Landschaft langsam ihre Konturen verliert.

04 Wiederkehr, 7:11 min

„Heimat“ zieht vorüber. Der monotone Klang markiert einen Zustand zwischen Wachsein und Vergessen, während sich die Landschaft im Weiß auflöst.

Deep Paradise

StartWerk

2023,

Videoinstallation mit Ton, 6:07 min, KI-generiert, CGI, Animation,

mp4-Datei, Format 16:9,

Unikat + 1 AP,

Schenkung an die Kirche St. Konrad in Augsburg-Bärenkeller.

Der Apfel war und ist in vielen Kulturen von hoher Symbolkraft: sei es als Sinnbild für ewige Jugend, ewiges Leben, für Liebe, Fruchtbarkeit, Paradies und Sündenfall.

In dieser Installation schwebt ein goldener Apfel einem Fixstern gleich in der Luft. Auf seiner glänzenden Oberfläche spiegeln sich vertraute Orte (im augsburger Stadtteil Bärenkeller). Wie geht es den Menschen dort und in der Welt?
Fremdartig dagegen wirken die flächigen Porträts in dieser Landschaft. Wer sind diese Menschen? Die Heilige Familie? Unsere Nachbarn? Es hat sie nie gegeben, sondern sind Outputs einer künstlichen Intelligenz. Wir leben in einer Zeit voller Umbrüche. Neue Technologien vermitteln uns das Gefühl zunehmend die Kontrolle über Wahrheit und Lüge, über Gut und Böse zu verlieren. Ist dies das Paradies auf Erden?

Der Apfel birgt in seinem Inneren ein Geheimnis, denn dort gibt es einen kleinen Stern, gebildet aus 5 Kernen. Er soll daran erinnern, dass unser Handeln darüber entscheidet, ob wir dem „Paradies auf Erden“ ein Stück näher rücken.

Die Installation

Die ortsspezifische Videoinstallation nimmt hier Bezug zum realen Raum: die Kirche St. Konrad, ihr Stadtteil, ihre Stadt… indem sie diesen als digitales Spiegelbild zeigt, welches wiederum von der glänzenden Oberfläche des goldenen Apfels reflektiert wird. Eine Art visuelle Rekursion, in der Realität und Fiktion, analog und digital miteinander verschmelzen.

Videokunst von Erika Kassnel-Henneberg

Post Mortem

StartWerk

2023,

Videoloop mit Ton,

5:31 min,

mp4-Datei, Format 16:9,

Limitierte Auflage: 5 + 2AP.

„Wir alle tragen ein totes Kind in uns.“ Christian Boltanski zitiert Tadeusz Kantor

Wir bewegen uns durch ein verlassenes Haus. Die Räume lassen eine frühere Nutzung erahnen, ohne sie ausdrücklich preiszugeben. An den Wänden taucht immer wieder ein altes Klassenfoto auf. Auf der Rückseite steht: „Jahrgang 1911“. Die darauf abgebildeten Personen bleiben namenlos. Das Bild beginnt sich zu verändern: Die Augen der Kinder bewegen sich und erkunden exakt synchron den Raum.

Die Arbeit greift auf eine historische fotografische Praxis zurück: die Post-mortem-Fotografie, bei der die Verstorbenen so inszeniert wurden, als wären sie noch anwesend – ein Versuch, Präsenz im Bild einzufangen. In der Videoarbeit wird dieses Prinzip nicht einfach verlagert, sondern unterlaufen: Die synchronisierten Augenbewegungen erzeugen eine künstliche Lebendigkeit, die gerade durch ihre Unnatürlichkeit die Abwesenheit radikal sichtbar macht.

Ich positioniere mich als Lehrerin innerhalb der Gruppe und werde Teil dieser Anordnung. Die Grenze zwischen Bild und Intervention löst sich auf. In dieser visuellen Logik ist die Zeit nicht linear organisiert, sondern als zirkulierendes System, in dem Präsenz und Verschwinden untrennbar miteinander verflochten sind.

Ausstellungshistorie:

2024 – Ein Zimmer für sich allein, Sonthofen, Stadthausgalerie

2023- House of New Realities, Augsburg

2023 – 75. Große Schwäbische Kunstausstellung, Augsburg, Glaspalast

Deep Paula

StartWerk

2022,

Videoloop mit Ton, KI-animiert, Musik KI-generiert,

5:30 min, mp4-Datei, Format 16:9,

Limitierte Edition: 5 + 2AP.

In dieser Arbeit werden wir mit einem alten Foto konfrontiert, das mit Hilfe von künstlicher Intelligenz „zum Leben erweckt“ wurde. Wirkt das Mädchen authentisch? Fühlen wir uns ihr näher? Was wird aus fehlerhafter Erinnerung, wenn sie einer künstlichen Lebendigkeit weicht? Trägt diese Illusion nicht eher dazu bei, den letzten Rest der Erinnerung an den echten Menschen zu vergessen? Und hätte es „Paula“ gefallen, was wir mit ihrem Andenken machen?

Schon heute ist es dank künstlicher Intelligenz möglich, ein perfektes, scheinbar „lebendiges“, digitales Ich zu schaffen, wie es Unternehmen, wie z.B. Storyfile, Eternos.life, versprechen. Wir hinterlassen unzählige Spuren im Internet in Form von Suchanfragen, Einkäufen, Beiträgen aus unserem Leben – Fotos, Videos, Kommentare – und vieles mehr. Werden wir dadurch zu gläsernen Marionetten, die auf ewig im Netz herumgeistern? Wer zieht die Fäden im Hintergrund? Werden wir den Unterschied zwischen lebendig und tot, menschlich und künstlich noch erkennen können? Und weiter: Wenn der Verlust eines Menschen durch einen digitalen Zwilling kompensiert wird – welche Bedeutung haben dann noch Abschied, Trauer und Schmerz?

Die Rauminstallation

Erweiterung in den Raum: Umfrage mit Lego(R)Steinen. Installationsansicht, Ein Zimmer für sich allein, Sonthofen 2024.

„Paulas“ echtes Porträtfoto ist in der Arbeit Unter der Oberfläche (Buchobjekt) zu finden.

Conditio Humana II

StartWerk
Conditio Humana II, 2022, Video mit Sound, 4:48 min

In Anlehnung an das Werk Conditio Humana I wird hier die Frage fortgeführt, welches die conditio humana sei. Betrachtet man die höchste Kunstform der menschlichen Bewegung – den Tanz – so ist dieser eine Kombination aus absoluter Körperbeherrschung, Eleganz und Emotionalität. Dem gegenübergestellt wird hier ein „Tanz“ des humanoiden Roboters HRP-4C, wie er 2010 der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde.

Tänzer: Dominik Feistmantl