Conditio Humana I

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Als conditio humana werden die Bedingungen oder Umstände des Menschseins im Allgemeinen bezeichnet, meist in Abgrenzung zum Tier. Was macht den Mensch zum Menschen? Ist es die Sprache? Die Vorstellungskraft? Welches ist die conditio humana im Bezug zur künstlichen Intelligenz? In einem Monolog lasse ich hier eine (fiktive) KI dies erörtern.

Ausgangpunkt dieser Arbeit war ein Bericht über einen neuen Meilenstein in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz: 2019 sei es Forschern erstmal gelungen eine KI zu entwickeln, die im Pokern gegen fünf reale Profispieler gewonnen hat. Alles in Allem erfordert dies besondere Fähigkeiten, die künstliche Intelligenz auf die nächste Evolutionsstufe katapultieren.

Ist am Ende eine KI der bessere Mensch?

Tänzer: Dominic Feistmantl

Premiere: Fassadenprojektion in Buenos Aires / Argentinien am 17.December 2022

Klagelied

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2022,

Video mit Ton, Animation, 7:45 min,

Sprache: deutsch mit englischem Untertitel,

Limitierte Edition: 5 + 2AP.

In dieser künstlichen Unterwasserwelt schwirren unzählige kleine Irrlichter. Sie symbolisieren all die Menschen, die zwischen 2014 und 2022 auf ihrer Flucht nach Europa ertranken. Auf dem Grund dieses Meeres hören wir den Erzählungen von fünf jungen Flüchtlingen zu: Jayjay und Ismail aus Afghanistan, Zeeshan aus Pakistan, Abdi aus Äthiopien und Sulayman aus Gambia. Sie berichten von ihren Familien, von ihrer Flucht vor Gewalt, von ihren Hoffnungen und Träumen.

Das Wasser ist Lebensraum, Grenze und Grab. Als Teil eines globalen Ökosystems verbindet und trennt es Kontinente und Menschen, macht aber auch die Folgen politischer und ökologischer Krisen sichtbar. Die Arbeit verweist auf die enge Verflechtung von Flucht, Nachhaltigkeit und Klimawandel: Dürren, Überschwemmungen, schwindende Ressourcen und zerstörte Lebensgrundlagen verschärfen weltweit bestehende Konflikte und zwingen immer mehr Menschen zur Migration. Das Meer wird so zum Sinnbild einer ökologisch und gesellschaftlich miteinander verbundenen Welt, in der menschliches Handeln weitreichende Konsequenzen für Umwelt und Leben hat.

Frau geht über Bahngleise Videostill

Garten Eden

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Wir sind das Narrativ aus eigener Erinnerung und der Erinnerung anderer an uns. In diesem Werk geht es um Heimat als Utopie, um Kindheit als verlorenes Paradies, und um Identität, die sich aus Erzählungen speist.

Hier sitzen wir nun am Eßtisch meiner Kindheit und lauschen den Erinnerungen meines Vaters. Ein sehr intimer Augenblick, der ewig währt.

Utopia wohnt nebenan

„25 Jahre nach Ende des Kalten Krieges ist vielerorts wieder eine große politische Distanz zwischen Westeuropa (z.B. Österreich) und Osteuropa (z.B. Rumänien) auszumachen. Allein schon an den historischen Wahlverwandtschaften zwischen den Städten Wien und Timişoara lässt sich festmachen, dass dies ein Zerrbild ist. Für das Stück Utopia wohnt nebenan bewegen sich die Autor_innen durch die beiden Städte, inspiriert vom situationistischen Konzept der psychogeographischen Erkundung. Ausgangspunkte des ‚Umherschweifens’ sind jeweils die Stadtteile Innere Stadt und Josefstadt (die es aufgrund der gemeinsamen Geschichte in Wien und Timişoara gibt). Aus den dabei gesammelten Fieldrecordings und Fotografien komponieren sie die Klang-Bild-Landschaft einer utopischen Stadt, in der der Gegensatz von West und Ost außer Kraft gesetzt ist. In die Komposition eingewoben sind O-Töne mit Zeitzeug_innen, die sich an solidarisches Zusammenleben in ihrer Heimat in Wien bzw. Timişoara unter schwierigen sozialen und politischen Bedingungen in unterschiedlichen Phasen des 20. Jahrhunderts erinnern. Die Zitate werden anhand gemeinsamer thematischer Motive in einen dialogartigen Bezug zueinander gesetzt, die den Blick auf den „Überschuss des Möglichen im Wirklichen“ (Ernst Bloch) der realen Geschichte von Österreich und Rumänien eröffnen. Die Sprecher_innen sind Friederike Brenner (geboren 1923 in Mödling nähe Wien) und Johann Kassnel (geboren 1932 in Jahrmarkt bei Timisoara).“ (Gerald Fiebig)

Rabbit Hole 4.0

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Suzanne wird in einen verführerischen virtuellen Traum gelockt, der von blinkenden Knöpfen und einer beruhigenden Assistentenstimme geleitet wird, die ihr Linderung bei Schlaflosigkeit verspricht. Ohne es zu wissen, ist sie Teil eines Verhaltensexperiments, bei dem ihre Handlungen durch algorithmische Kontrolle manipuliert werden.

Der Film verzichtet auf eine traditionelle Erzählung und setzt stattdessen auf eine fragmentierte, immersive Schleife, die die verwirrende Logik digitaler Plattformen widerspiegelt – süchtig machend, zyklisch und auf subtile Weise zwanghaft.

Soziale Netzwerke prägen heute eine globale Wirtschaft, in der Aufmerksamkeit die wertvollste Ressource ist. Hinter dem scheinbar kostenlosen Zugang verbirgt sich ein tieferer Preis: die ständige Überwachung und Verhaltenskonditionierung durch Technologieunternehmen, die Attention Engineering einsetzen – ein System, das überzeugendes Design, Gamification und KI auf psychologischer Grundlage kombiniert.

Rabbit Hole 4.0 erforscht den Verlust der persönlichen Handlungsfähigkeit in einer Welt, in der Algorithmen Bedürfnisse vorhersehen, bevor wir uns ihrer bewusst sind. Es reflektiert über die Illusion von Wahlmöglichkeiten, die Kommerzialisierung von Verhalten und die stille Erosion der Selbstbestimmung in einer Ära des totalen digitalen Rückrufs.

Im Kern stellt der Film eine einfache, aber dringende Frage: Haben wir in einer Welt, die von unsichtbaren Einflüssen geprägt ist, noch die Kontrolle über uns selbst?

Erfahre mehr darüber.