Grenzgänger | Borderliner

Im Fokus dieser Arbeit stehen die Grenzen zwischen Innen und Außen und zwischen Realität und Fiktion. Symbolisiert wird diese Grenze durch Wände von unterschiedlicher Beschaffenheit und scheinbar durchlässigen Stellen (Fenster), die den Blick auf das Dahinterliegende nur noch mehr verhüllen.

Die Fotoabzüge wurden mit Garn auf Papier aufgenäht, deren Naht sich wie Morsezeichen am Rand entlang zieht. Der Akt des Nähens ist verletzend und heilend zugleich, wie das Nähen einer Wunde.

Im Gegensatz zur Sachlichkeit der Fotografie steht die malerische Abstraktion der kindlichen Zeichnung, die in besonderem Maße eine Grenze ist: denn die kindliche Zeichnung wandert stets den schmalen Grat entlang zwischen Beobachtung des äußeren Umfeldes und Ausdruck der inneren Befindlichkeit.

Für diese Arbeit habe ich Zeichnungen von 3- bis 5-jährigen Kindern gesammelt, und mich von diesen inspirieren lassen.


The focus of this work is on the boundaries between inside and outside and between reality and fiction. This boundary is symbolized by walls of varying texture and seemingly permeable places (windows) that only further obscure the view of what lies behind.

The photographic prints were sewn onto paper with thread, the stitching of which runs along the edge like Morse code. The act of sewing is hurtful and healing at the same time, like stitching a wound.

In contrast to the objectivity of the photograph is the painterly abstraction of the child’s drawing, which is a border to a particular degree: for the child’s drawing always wanders along the fine line between observation of the external environment and expression of the inner state of mind.

For this work I have collected drawings of 3 to 5 year old children, and let myself be inspired by them.