Erika Kassnel-Henneberg ist Konzept- und Medienkünstlerin. Ihre Arbeit untersucht das Verhältnis von menschlicher Autorschaft und algorithmischer Bildproduktion. Im Zentrum steht der Einfluss künstlicher Intelligenz auf Wahrnehmung, Erinnerung und Bedeutungsbildung als kulturelle und ästhetische Prozesse.
Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist die Struktur des Erinnerns selbst: fragmentiert, überlagert und instabil. Ihre Bildwelten bewegen sich zwischen Vertrautem und Irritierendem, ohne sich eindeutig als traumartig oder real verorten zu lassen.
Kassnel-Henneberg verbindet Video, CGI und KI-gestützte Prozesse mit analogen Verfahren wie Polaroid, Collage und materiellen Eingriffen. Dabei entstehen Arbeiten, die Spannungsverhältnisse zwischen Kontrolle und Kontrollverlust, Materialität und Simulation sowie Dokumentation und Konstruktion untersuchen.
2022 erhielt sie den Kunstpreis des Landkreises Augsburg für ihr Gesamtwerk.
Sie absolvierte eine Ausbildung zur Vergolderin und Fassmalerin sowie ein Studium der Restaurierung an der Hochschule der Künste Bern (CH). Später studierte sie Interaktive Medien an der Technischen Hochschule Augsburg. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit ist sie als Lehrbeauftragte an der Technischen Hochschule Augsburg und weiteren Institutionen tätig.

Zeitbasierte Medienkunst im Spannungsfeld von Mensch und TechnologKontakt
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