Rauhnächte

Das Brauchtum um die „Rauhnächte“ hat seinen Ursprung in vorchristlicher Zeit und spielt in den deutschsprachigen Bergregionen (Bayern, Österreich, Schweiz und Südtirol, aber auch das Erzgebirge) eine wichtige Rolle. Auch wenn die Meinung weit verbreitet ist, dass es sich hierbei um die zwölf Nächte zwischen Heiligabend und Dreikönig handele, ist eigentlich die Zeit zwischen dem alten und neuen Jahr gemeint – eine Art „Niemandszeit“, in der nach altem Volksglauben das Geisterreich offen steht und die Seelen der Verstorbenen sowie Wesen aus der Anderwelt sich unter die Lebenden mischen dürfen. Nach altem Brauch werden Haus und Stall mit Weihrauch ausgeräuchert und mit Weihwasser gesegnet, um jene vor Dämonen und allerlei Unglück zu bewahren. Auch sollte keine Wäsche gewaschen werden, weil sie sonst zu Leichentücher und so zu einem Omen für Tod im neuen Jahr werden könnte.

2022, Animation, Videoinstallation, 1:50 min
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