Ewige Jagd

Startvirtuelle Realität

2026,

Videoloop mit Ton, Animation, CGI,

2:40 min,

mp4-Datei, Format 16:9, 9:16, 1:1,

Limitierte Auflage: 5 + 2AP.

In einem von Betonmauern umschlossenen Raum kreist die Kamera um einen goldenen Apfel. Jenseits der Mauern kein Außenraum, kein Himmel – nur eine konturlose Schwärze. Zwei gesichtslose Avatare erscheinen, die ihre Handlungen auf den Apfel ausrichten, ohne ihn zu erreichen. Seine spiegelnde Oberfläche zeigt eine zweite Umgebung: einen abgeschlossenen, verfallenen Ort mit vergitterten Fenstern.

Die Szene organisiert sich als geschlossener Kreislauf. Annäherung, Gewalt und Wiederholung greifen ineinander, ohne zu einem Abschluss zu kommen. Der Apfel fungiert als Fixpunkt – ein Zentrum, das die Abläufe bündelt und zugleich blockiert.

Am Ende bleibt der Raum leer: umgeben von Beton, überzogen mit Spuren von Handlung, Zählung und Markierung.

Deep Paradise in St. Konrad

Startvirtuelle Realität

3. 11. bis 3.12.2023

Vernissage am 3. November um 19 Uhr in St. Konrad, Bärenstr. 22, 86156 Augsburg.

Finissage am 3.Dezember 2023.

Der Apfel war und ist in vielen Kulturen von hoher Symbolkraft: Sei es als Sinnbild für ewige Jugend, ewiges Leben, für Liebe, Fruchtbarkeit, Paradies und Sündenfall. In dieser Videoinstallation umkreisen wir einen goldenen Apfel. Wir können im Hintergrund und auf seiner spiegelnden Oberfläche vertraute Orte im Bärenkeller (Stadtteil in Augsburg) erkennen. Wie Fremdkörper schweben darin flächige Porträts von verschiedenen Personen. Wer sind diese Menschen? Die heilige Familie? Unsere Nachbarn? Es hat sie nie gegeben, sondern sind Outputs einer künstlichen Intelligenz. Ist dies das Paradies auf Erden?

https://pg-augsburg-oberhausen-bärenkeller.de/kunstinstallationen/

Beitrag von katholisch 1 tv

Deep Paradise in St.Konrad / Bärenkeller

Making of und Vernissage am 3.November 2023

Musik: Ratko Pavlović

3:45 min

Deep Paradise

Startvirtuelle Realität

2023,

Videoinstallation mit Ton, 6:07 min, KI-generiert, CGI, Animation,

mp4-Datei, Format 16:9,

Unikat + 1 AP,

Schenkung an die Kirche St. Konrad in Augsburg-Bärenkeller.

Der Apfel war und ist in vielen Kulturen von hoher Symbolkraft: sei es als Sinnbild für ewige Jugend, ewiges Leben, für Liebe, Fruchtbarkeit, Paradies und Sündenfall.

In dieser Installation schwebt ein goldener Apfel einem Fixstern gleich in der Luft. Auf seiner glänzenden Oberfläche spiegeln sich vertraute Orte (im augsburger Stadtteil Bärenkeller). Wie geht es den Menschen dort und in der Welt?
Fremdartig dagegen wirken die flächigen Porträts in dieser Landschaft. Wer sind diese Menschen? Die Heilige Familie? Unsere Nachbarn? Es hat sie nie gegeben, sondern sind Outputs einer künstlichen Intelligenz. Wir leben in einer Zeit voller Umbrüche. Neue Technologien vermitteln uns das Gefühl zunehmend die Kontrolle über Wahrheit und Lüge, über Gut und Böse zu verlieren. Ist dies das Paradies auf Erden?

Der Apfel birgt in seinem Inneren ein Geheimnis, denn dort gibt es einen kleinen Stern, gebildet aus 5 Kernen. Er soll daran erinnern, dass unser Handeln darüber entscheidet, ob wir dem „Paradies auf Erden“ ein Stück näher rücken.

Die Installation

Die ortsspezifische Videoinstallation nimmt hier Bezug zum realen Raum: die Kirche St. Konrad, ihr Stadtteil, ihre Stadt… indem sie diesen als digitales Spiegelbild zeigt, welches wiederum von der glänzenden Oberfläche des goldenen Apfels reflektiert wird. Eine Art visuelle Rekursion, in der Realität und Fiktion, analog und digital miteinander verschmelzen.

Rabbit Hole 4.0

Startvirtuelle Realität

Suzanne wird in einen verführerischen virtuellen Traum gelockt, der von blinkenden Knöpfen und einer beruhigenden Assistentenstimme geleitet wird, die ihr Linderung bei Schlaflosigkeit verspricht. Ohne es zu wissen, ist sie Teil eines Verhaltensexperiments, bei dem ihre Handlungen durch algorithmische Kontrolle manipuliert werden.

Der Film verzichtet auf eine traditionelle Erzählung und setzt stattdessen auf eine fragmentierte, immersive Schleife, die die verwirrende Logik digitaler Plattformen widerspiegelt – süchtig machend, zyklisch und auf subtile Weise zwanghaft.

Soziale Netzwerke prägen heute eine globale Wirtschaft, in der Aufmerksamkeit die wertvollste Ressource ist. Hinter dem scheinbar kostenlosen Zugang verbirgt sich ein tieferer Preis: die ständige Überwachung und Verhaltenskonditionierung durch Technologieunternehmen, die Attention Engineering einsetzen – ein System, das überzeugendes Design, Gamification und KI auf psychologischer Grundlage kombiniert.

Rabbit Hole 4.0 erforscht den Verlust der persönlichen Handlungsfähigkeit in einer Welt, in der Algorithmen Bedürfnisse vorhersehen, bevor wir uns ihrer bewusst sind. Es reflektiert über die Illusion von Wahlmöglichkeiten, die Kommerzialisierung von Verhalten und die stille Erosion der Selbstbestimmung in einer Ära des totalen digitalen Rückrufs.

Im Kern stellt der Film eine einfache, aber dringende Frage: Haben wir in einer Welt, die von unsichtbaren Einflüssen geprägt ist, noch die Kontrolle über uns selbst?

Erfahre mehr darüber.