







„Waldesrauschen“ untersucht das Prinzip des Rauschens als visuelle und konzeptuelle Kategorie innerhalb der Polaroid-Serie. Das im fotografischen Medium vorhandene technische Rauschen wird hier mit der Vorstellung eines akustischen Naturrauschens überlagert. Es verweist nicht auf eine Störung im klassischen Sinn, sondern auf eine ambivalente Wahrnehmung zwischen Bildartefakt und Naturbeobachtung.
Die dargestellte Winterlandschaft bleibt durch die Materialeigenschaften der Polaroidaufnahme unscharf und fragmentiert. Dadurch entsteht keine eindeutige Dokumentation des Ortes, sondern eine subjektiv gefilterte Bildsituation, die zwischen Erinnerung und Wahrnehmung oszilliert. Das Rauschen fungiert dabei als verbindendes Element zwischen medialer Unschärfe und erinnerter Naturerfahrung.
