Memento

Die Basis dieser Arbeit bilden 25 Fotografien in Langzeitbelichtung, die während einer Tanzprobe gemacht wurden. Modulen gleich werden sie von mir neu angeordnet und wiederholt. So entsteht ein künstlicher, scheinbar endloser Tanz, der nichts mehr mit der ursprünglichen Choreografie zu tun hat.

Nach barockem Vorbild werden hier Schönheit und Tod metaphorisch gegenübergestellt – ein Vanitas-Tanz auf die Vergänglichkeit des Lebens. Dabei wird der Fluß der Zeit oder das Dahinfließen der Lebenszeit durch Wasser verkörpert, sei es durch das akustische, rhythmische Tropfen wie das Ticken einer Uhr, oder visuell durch das künstlich verlangsamte Fließen eines Flusses.

Begleitet wird das Video mit dem Auszug Das Totenamt aus dem Gedicht Das wüste Land von T.S. Eliot (Original: The Waste Land, 1922).

Tänzer: Dominik Feistmantl

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