Schlafes Bruder

2022, Animation, 3:00 min

„Denn eines ist stärker als wir, und zwar das ewige Fortschreiten der Zeit, die nie anhält und zwangsläufig zum Tod führt.“

Christian Boltanski

Vier gesichtslose Tänzerinnen tanzen einen geisterhaften, sich scheinbar endlos wiederholenden Tanz. Wie in einem barocken Gemälde werden hier in ästhetisierender Weise Schönheit und „des Schlafes Bruder“ (= Tod) in einer Komposition gegenübergestellt – ein memento mori – untermauert von Johann Sebastian Bachs Kreuzstabkantate „Komm o Tod, du Schlafes Bruder“.

Verkörpert wird der Tod in Form von aufgespießten Schmetterlingen (= barockes Sinnbild für Tod und Auferstehung), die jedoch trotz ihres Zustands lebendig erscheinen.

Grundlage dieser Arbeit sind 12 Fotografien in Langzeitbelichtung. Durch ihre konstruierte Reihenfolge in schneller Abfolge entsteht eine künstliche Choreografie, die zunehmend verzerrt wird.

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