Schlafes Bruder

2022, Animation, 3:00 min

Die Arbeit zeigt 12 Fotografien von vier Tänzerinnen. Erst in der schnellen Abfolge dieser Fotografien und ihrer konstruierten Reihenfolge entsteht eine künstliche, sich scheinbar endlos wiederholende Choreografie. Dieser Tanz ist eine Metapher auf das sich stetig mühevoll drehende Lebensrad, an dessen Ende der Tod als Befreiung steht – ein Memento-mori!-Tanz.

Text: aus der Kreuzstabkantate von Johann Sebastian Bach („Komm, o Tod, du Schlafes Bruder, komm und führe mich nur fort; löse meines Schiffleins Ruder, bringe mich an sichern Port!“)

Tänzerinnen: Silvana Lemm, Therese Madeleine Thonfors, Natalie Farkas

Was bleibt am Ende eines Lebens?
Zwei Zahlen und dazwischen ein kurzer schwarzer Strich
.

Christian Boltanski
Visits: 929
Today: 13
Total: 121681