Werkauswahl 2014 bis 2023
Katalog 2023, Eigenverlag
68 Seiten, 55 Abbildungen in Farbe
nur digital
Ansicht hier
Katalog 2023, Eigenverlag
68 Seiten, 55 Abbildungen in Farbe
nur digital
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Die beste Gelegenheit etwas über ein Kunstwerk aus erster Hand zu erfahren ist das Künstler*ingespräch. Gerne erzähle ich dabei von Ideen und Entstehung, oder gebe kleine Anekdoten zum Besten. Dabei sind Besucher*innen eingeladen Fragen zu stellen oder in einem persönlichen Gespräch mit mir in Kontakt zu kommen.




Wir leben in einer spannenden Zeit, in der technologische Entwicklungen immer schneller Fahrt aufnehmen. Manche fühlen sich damit überfordert, manche experimentieren damit gedankenlos, und wiederum andere befinden sich irgendwo dazwischen. Ich versuche den Betrachter spielerisch damit zu konfrontieren und mit einfachen Fragen zu involvieren. Dabei geht es mir vor allem um das Nachdenken und das Bewusstmachen des eigenen Standpunkts.
Die analogen JA- / NEIN-Abstimmungen mit Kinderspielzeug sind niederschwellig, werden in Echtzeit visualisiert und stehen im krassen Kontrast zum digitalen „Overload“.
So zum Beispiel auch in der Arbeit Deep Paula: Der Betrachter sieht sich einer alten Fotografie gegenüber, die mit Hilfe einer KI-Anwendung animiert wurde.
Wie „echt“ fühlt sich das an? Ist es nützlich? Was hat diese künstliche Lebendigkeit noch mit dem wahren Menschen dahinter gemein? Und was hätte „Paula“ selbst dazu gesagt?
In einer Welt, in der das technisch Machbare immer realer wird, gewinnt die Frage nach der Ethik immer mehr an Brisanz.
Ergebnis der Umfrage in der Ausstellung Uncanny Valley in der Neuen Galerie im Höhmannhaus :
Besucher insgesamt: 832
Davon haben abgestimmt: 405
Ja-Stimmen: 119 | Nein-Stimmen: 286







Diverse Workshops und Führungen durch Ausstellungen für Kinder und Jugendliche.
Themen: Comics/ Mangas, Animation, zeitgenössische Kunst
Zielgruppe: Kinder und Jugendliche
Organisationen: Städtische Kunstsammlungen und Museen Augsburg, Berufsverband bildender Künstler Schwaben Nord und Augsburg e.V., Stadtjugendring Augsburg, Mittagsbetreuung Anhausen etc.
Orte: Jugendhaus KOSMOS, BBK-Galerie im Abraxas, Modular, H2-Museum für Gegenwartskunst, Schule Anhausen
















Das Polaroid galt lange Zeit als analoges und authentisches Unikat. Hier ist aber nichts echt: diese Personen hat es nie gegeben. Sie sind Outputs einer Interaktion zwischen mir und der künstlichen Intelligenz Dall-e, die ich mit Begriffen „gefüttert“ habe. Daraus entstanden merkwürdige Gestalten, die auf den zweiten Blick erschaudern. Wohin führt das, wenn künstliche Intelligenz historisch anmutende Bilder täuschend echt generieren kann? Verändert das unseren Blick auf die Vergangenheit?
Hier bilden KI-generierte Motive und die Polaroidfotografie eine Symbiose als eine mögliche Vergangenheit.






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2011,
Digitale Fotografie, Serie,
9 Teile,
je 80 x 60 cm,
Limitierte Auflage: 5 + 2AP, verfügbar.
Die Fotografien entstanden aus dem fahrenden Auto heraus. Sie untersuchen Wahrnehmung im Transit: Sehen unter Bedingungen von Bewegung, Orte als Zwischenzustände und das Festhalten des Augenblicks als unmittelbare Dringlichkeit.



Das „Rauschen“ ist eine physikalische Störgröße mit unspezifischem Frequenzspektrum, welches akustisch als höhenbetontes Störgeräusch empfunden wird.
Wikipedia
Visuell ist uns das Rauschen noch aus den heute kaum mehr gebräuchlichen Röhrenfernsehern als graues Feld mit feiner, sich bewegender Körnung bekannt. Schon der Speicherprozess von sinnlichen Erfahrungen im menschlichen Gehirn unterliegt verschiedenen Störungsbereichen, und das Wieder-Abrufen erst recht. Der Erfolg des sich-Erinnerns ist abhängig von der physischen oder mentalen Verfassung (Müdigkeit, Krankheit, Rauschzustand…), oder er ist abhängig davon, welcher Aspekt der Erinnerung gerade wichtig ist (Priorisierung), und er ist davon abhängig, wie diese Informationen interpretiert werden. Aufgrund des Selbsterhaltungstriebes ist nämlich das Gehirn (unbewusst) in der Lage, Erinnerung so wiederzugeben, wie sie uns in diesem spezifischen Augenblick nützlich ist.
Die Visualisierung des Erinnerungsprozesses stellt sich daher für mich als ein graues elektrostatisches Störfeld dar, aus dem Bilder auftauchen und wieder verschwinden. Manchmal sind diese Bilder nicht sehr deutlich, sodaß der Interpretationsspielraum sehr groß ist. Manchmal ist es hilfreich, einen Schritt zurück zu treten, um das Dargebotene aus einer gewissen Distanz zu betrachten.
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2016, 4:55min, fHD Video 16:9
„Denn eines ist stärker als wir, uns zwar das ewige Fortschreiten der Zeit, die nie anhält und zwangsläufig zum Tod führt.“
Christian Boltanski
Eine künstliche Choreografie wird durch Aneinanderreihung und Wiederholung von 25 Standbildern generiert. Ein Rhythmus wird durch Module natürlicher und künstlicher Geräusche gebildet (Wassertropfen und das Klappern einer Maschine). Eine flüsternde Stimme rezitiert „Das Begräbnis der Toten“ aus dem Gedicht „The Waste Land“ von T.S. Eliot
Im linken Teil des Bildschirms befindet sich ein statisches Bild, das auf den ersten Blick an ein sakrales Motiv erinnert, vielleicht an eine Art Altar. Tatsächlich ist es ein Tisch mit einem Vogelnest im Licht einer Neonlampe. Darin liegen kleine Vogel-Skelette.
Memento… Boltanski! “ ist ein Vanitas-Tanz auf die Sinnlosigkeit des Lebens.
Die Basis dieser Arbeit sind Fotografien in Langzeitbelichtung, die während einer Tanzprobe gemacht wurden. Da die Reihenfolge der Fotos von mir neu geordnet wurden, hat der so entstandene „Tanz“ nichts mehr mit der ursprünglichen Choreografie zu tun. Auf akustischer Ebene bin ich ähnlich vorgegangen: aus Wassertropf- und Maschinengeräuschen habe ich einzelne Elemente selektiert und zu einem Rhythmus zusammengestellt.
Alle Geräusche wurden von mir selbst produziert und editiert, exklusiv für diese Arbeit.
Tänzer: Dominik Feistmantl
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