Garten Eden

Wir sind das Narrativ aus eigener Erinnerung und der Erinnerung anderer an uns. Vielleicht ist dies der Grund, warum ich meinem Vater so gerne zuhörte, wenn er mir von seiner Kindheit berichtete – eine Kindheit, die er trotz Hunger und Krieg immer in wunderbaren Bildern schilderte, eingebettet in Orte, die mir vertraut sind.

2014 beschloss ich, seine Erzählungen aufzuzeichnen – einerseits, weil ich diesen gemeinsamen Augenblick festhalten wollte; und andererseits, weil seine Geschichten nicht nur Zeitdokumente sind, sondern auch etwas über mich selbst erzählen.

Die authentischen, leidenschaftlichen Ausführungen meines Vaters verschmelzen dabei mit meinen eigenen filmischen Aufnahmen aus dem heutigen Rumänien, welches unsere erste, gemeinsame Heimat war.

In dem Werk „Garten Eden“ geht es um Heimat als Utopie, um Kindheit als verlorenes Paradies, und um Identität, die sich aus Erzählungen speist.

Die Interviews wurden zwischen 2014 und 2016 aufgezeichnet.

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