Homunculus

2022, Animation, 5:47 min

Lange Zeit glaubte man, dass nur der Mensch in der Lage sei kausale Zusammenhänge zu begreifen, kreativ zu sein und nach moralischen Prinzipien zu handeln. Die Basis dazu bildet das menschliche Gehirn, das in seiner Komplexität einzigartig ist. Im Zeitalter von Deep-Learning, wo Maschinen lernen mit Hilfe neuronaler Strukturen selbständig zu „denken“, muss diese Ansicht revidiert werden.

In Homunculus (= lat. „Menschlein“) sehen wir uns einer Reihe von Gesichtern gegenüber, die im 25-Sekundentakt wechseln. Tatsächlich handelt es sich hierbei jedoch um keine realen Menschen, sondern um von einer KI generierte Portraits. Genial oder unheimlich?

Wir Menschen können in einem Bruchteil von Sekunden in der Mimik den emotionalen Zustand des Gegenübers „lesen“ – ein essentieller Bestandteil der nonverbalen Kommunikation der Spezies Mensch. Gerade in diesem Augenblick sind die „Maschinen“ dabei, dies ebenfalls zu lernen. Müssen wir uns davor fürchten? Kennt die KI uns bald besser als wir sie?

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