




Suzanne wird in einen verführerischen virtuellen Traum gelockt, der von blinkenden Knöpfen und einer beruhigenden Assistentenstimme geleitet wird, die ihr Linderung bei Schlaflosigkeit verspricht. Ohne es zu wissen, ist sie Teil eines Verhaltensexperiments, bei dem ihre Handlungen durch algorithmische Kontrolle manipuliert werden.
Der Film verzichtet auf eine traditionelle Erzählung und setzt stattdessen auf eine fragmentierte, immersive Schleife, die die verwirrende Logik digitaler Plattformen widerspiegelt – süchtig machend, zyklisch und auf subtile Weise zwanghaft.
Soziale Netzwerke prägen heute eine globale Wirtschaft, in der Aufmerksamkeit die wertvollste Ressource ist. Hinter dem scheinbar kostenlosen Zugang verbirgt sich ein tieferer Preis: die ständige Überwachung und Verhaltenskonditionierung durch Technologieunternehmen, die Attention Engineering einsetzen – ein System, das überzeugendes Design, Gamification und KI auf psychologischer Grundlage kombiniert.
Rabbit Hole 4.0 erforscht den Verlust der persönlichen Handlungsfähigkeit in einer Welt, in der Algorithmen Bedürfnisse vorhersehen, bevor wir uns ihrer bewusst sind. Es reflektiert über die Illusion von Wahlmöglichkeiten, die Kommerzialisierung von Verhalten und die stille Erosion der Selbstbestimmung in einer Ära des totalen digitalen Rückrufs.
Im Kern stellt der Film eine einfache, aber dringende Frage: Haben wir in einer Welt, die von unsichtbaren Einflüssen geprägt ist, noch die Kontrolle über uns selbst?
