Schlaf gut, Liebes

Ist dies eine Gute-Nacht-Geschichte? Wohl kaum. Ausgangspunkt in „Schlaf gut, Liebes“ ist ein altes Familienfotoalbum. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz erwachen die Fotos darin auf unheimliche Weise zum Leben. Über diese verstörenden Bilder flüstert ein Kind „Das eigensinnige Kind“ der Gebrüder Grimm – eine Märchen über eine Mutter, die aus Liebe ihr Kind buchstäblich ins Grab schlägt, weil dieses über den Tod hinaus ungehorsame ist.

„Mutter“ steht für Fürsorge. Aber was macht eine „gute“ Mutter aus? Obwohl wir gerne glauben, dass es universelle Wahrheiten gibt, wird das Konzept der Mutterschaft durch sich verändernde soziale Normen und kulturelle Erwartungen tiefgreifend geprägt.

Inspiriert von Fotoalbum und Märchen hinterfragt dieser experimentelle Kurzfilm idealisierte Vorstellungen von Mutterschaft. Was als nostalgische Erkundung beginnt, wird zu einer verstörenden Reflexion über Erinnerung, Identität und die Erzählungen, die wir erben.

Sprache: deutsch
UT: deutsch, englisch, französisch, rumänisch