Schwarzes Kopftuch

2013, Fotoalbum, verschiedene Papiere, Acrylfarben, Gaze, 34 x 21 x 6 cm,

Ein altes Familienalbum ist bestückt mit gedanklichen Verknüpfungen an die Vergangenheit: Briefe, Fotografien, Texte… Es ist ein Versuch der Rekonstruktion. Das Zurückholen der Vergangenheit mit Mitteln der Gegenwart. Aber wie viel Wahrheit ist darin noch enthalten? Und wie viel Utopie spiegelt sich darin wider? Denn Erinnerung ist eine Mischung aus Wahrheit und schmückendem Beiwerk. Je größer die zeitliche und räumliche Distanz ist, desto mehr reduziert sich der Wahrheitsgehalt auf einen Bodensatz. Was bleibt ist das Wesentliche – eine Metapher über Zeit und Raum: Kindheit und Heimat.


An old family album is filled with mental links to the past: letters, photographs, texts … It is an attempt at reconstruction. Bringing back the past by means of the present. But how much truth is there? And how much utopia is reflected in it? Because memory is a mixture of truth and decorative accessories. The greater the temporal and spatial distance, the more the truth content is reduced to a sediment. What remains is the essential – a metaphor about time and space: childhood and home.