Klagelied

StartFlüchtling

2022,

Video mit Ton, Animation, 7:45 min,

Sprache: deutsch mit englischem Untertitel,

Limitierte Edition: 5 + 2AP.

In dieser künstlichen Unterwasserwelt schwirren unzählige kleine Irrlichter. Sie symbolisieren all die Menschen, die zwischen 2014 und 2022 auf ihrer Flucht nach Europa ertranken. Auf dem Grund dieses Meeres hören wir den Erzählungen von fünf jungen Flüchtlingen zu: Jayjay und Ismail aus Afghanistan, Zeeshan aus Pakistan, Abdi aus Äthiopien und Sulayman aus Gambia. Sie berichten von ihren Familien, von ihrer Flucht vor Gewalt, von ihren Hoffnungen und Träumen.

Das Wasser ist Lebensraum, Grenze und Grab. Als Teil eines globalen Ökosystems verbindet und trennt es Kontinente und Menschen, macht aber auch die Folgen politischer und ökologischer Krisen sichtbar. Die Arbeit verweist auf die enge Verflechtung von Flucht, Nachhaltigkeit und Klimawandel: Dürren, Überschwemmungen, schwindende Ressourcen und zerstörte Lebensgrundlagen verschärfen weltweit bestehende Konflikte und zwingen immer mehr Menschen zur Migration. Das Meer wird so zum Sinnbild einer ökologisch und gesellschaftlich miteinander verbundenen Welt, in der menschliches Handeln weitreichende Konsequenzen für Umwelt und Leben hat.