Videogud in Gävleborg

28.04. – 18.05.2016

Übersetzung:

Mit der Arbeit „Home is Somewhere Else“ untersucht Eri Kassnel die schmerzhafte Erfahrung, vom Kontext und den Beziehungen, in denen wir uns erkennen können, getrennt zu sein: die Sehnsucht nach einer verlorenen Existenz und die Sehnsucht wieder eine Heimat zu finden. Durch das Momentarchiv des Fotoalbums können wir in Erinnerungen eintauchen und hoffen, dass die geordnete Abfolge von Bildern uns aufrichtige Antworten geben kann, die den Emotionen und sensorischen Eindrücken entsprechen, die wir noch einmal erleben möchten.

Aber die Fotografien in Kassnels Werk lassen niemals einen Weg zurück erkennen. Bis zu einem gewissen Grad tragen sie eine tatsächliche Patina und sind mit einem affektiven Wert verbunden. In noch größerem Maße werden sie jedoch manipuliert, um an etwas Vertrautes, aber Fremdes oder Falsches zu erinnern, indem sie stattdessen zufällig aus einem fahrenden Auto entnommen werden. Die Bewegung weist möglicherweise in eine Richtung weg von den unbewussten Idealisierungen der Nostalgie, und der Titel der Arbeit öffnet sich für eine weitere Suche. Vielleicht ist Heimat kein Ort, sondern ein sozialer Prozess, an dem wir die Möglichkeit bekommen, andere kennenzulernen? Vielleicht können wir woanders eine Heimat finden?

Eri Kassnel (* 1973 in Timisoara, Rumänien) ist Absolventin der Kunstuniversität in Bern und in Diedorf tätig. Mit ihren Installationen, Collagen, Fotografien und Porträts in bewegten Bildern kehrt sie oft zu der Bedeutung der Erinnerung für die Konstruktion ihres eigenen Selbst zurück und wie die Vorstellungen von Herkunft und Heimat von einem Leben im Exil beeinflusst werden.

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