Ortsverschiebungen

Eine Ausstellung von Eri Kassnel, Jakob Krattiger und Gerald Fiebig

27.01. bis 28.03.2017, Höhmannhaus Galerie

Entgegen dem landläufigen Sprachgebrauch werden Orte nicht nur durch ihre Lage im Raum bestimmt, sondern auch in der Zeit. Diese Ausstellung präsentiert drei künstlerische Positionen, die von der (fotografischen oder auditiven) Dokumentation realer Orte ihren Ausgang nehmen. Allen Positionen ist gemeinsam, dass sie den räumlich eindeutig definierten Ort in einen Prozess einbinden, der aufzeigt: der Ort hat unterschiedliche Identitäten, je nachdem, in welcher Zeit man ihn wahrnimmt.

Gerald Fiebig

Flee Immediately!

„Flee Immediately! attempts to research a world in-between design, art, technology, culture, offline, online… and it constantly redefines itself along the way.“

Renée Carmichael

2016 nahm ich an einem experimentellen Online-Event teil, initiiert von Renée Carmichael – Künstlerin, Programmiererin und Tänzerin mit Schwerpunkt Tanz & Code. Die Veröffentlichung der Webseite, die von Renée programmiert worden war, fand online statt. Der Besucher wurde selbst Teil des Konzeptes Tanz & Code, da er mit seinen Fingern auf dem Tablett einer vorgegebenen „Choreographie“ folgte. Somit wurde er selbst zum Tänzer. Die Arbeiten auf der Webseite stammten von verschiedenen Künstlern und setzten sich im weitesten Sinn mit Tanz auseinander, so auch meine Arbeit: Eine Vorversion zu dem Video „Patterns“, das damals noch aus drei einzelnen Videos bestand.

www.fleeimmediately.com

Renées Idee passte genau zu meinem Konzept – oder war es genau umgegehrt? Auf jeden Fall muss ich ihren Worten nichts hinzufügen:

After all, rhythm is the repeated pattern itself – the code and the looping. And we all dance to that. We dance to a choreography that is pre-programmed into the interface. This choreography has power: it is the planned moves of control.(…) But really we are just making the same old moves that everyone else on the dance floor is pushing out of their (seemingly) free flowing limbs. We dance, and we are part of the choreography of control.“

Renee Carmichael/ fleeimmediately.com

https://blog.fleeimmediately.com/yes-to-body-thinking-yes-to-dancing-e54500a817bc

Videogud in Gävleborg

28.04. – 18.05.2016

Übersetzung:

Mit der Arbeit „Home is Somewhere Else“ untersucht Eri Kassnel die schmerzhafte Erfahrung, vom Kontext und den Beziehungen, in denen wir uns erkennen können, getrennt zu sein: die Sehnsucht nach einer verlorenen Existenz und die Sehnsucht wieder eine Heimat zu finden. Durch das Momentarchiv des Fotoalbums können wir in Erinnerungen eintauchen und hoffen, dass die geordnete Abfolge von Bildern uns aufrichtige Antworten geben kann, die den Emotionen und sensorischen Eindrücken entsprechen, die wir noch einmal erleben möchten.

Aber die Fotografien in Kassnels Werk lassen niemals einen Weg zurück erkennen. Bis zu einem gewissen Grad tragen sie eine tatsächliche Patina und sind mit einem affektiven Wert verbunden. In noch größerem Maße werden sie jedoch manipuliert, um an etwas Vertrautes, aber Fremdes oder Falsches zu erinnern, indem sie stattdessen zufällig aus einem fahrenden Auto entnommen werden. Die Bewegung weist möglicherweise in eine Richtung weg von den unbewussten Idealisierungen der Nostalgie, und der Titel der Arbeit öffnet sich für eine weitere Suche. Vielleicht ist Heimat kein Ort, sondern ein sozialer Prozess, an dem wir die Möglichkeit bekommen, andere kennenzulernen? Vielleicht können wir woanders eine Heimat finden?

Eri Kassnel (* 1973 in Timisoara, Rumänien) ist Absolventin der Kunstuniversität in Bern und in Diedorf tätig. Mit ihren Installationen, Collagen, Fotografien und Porträts in bewegten Bildern kehrt sie oft zu der Bedeutung der Erinnerung für die Konstruktion ihres eigenen Selbst zurück und wie die Vorstellungen von Herkunft und Heimat von einem Leben im Exil beeinflusst werden.

Kunst ist Medizin für die Seele XXVIII

30.Oktober.2015 bis April.2016

Vernissage: 30.10.2015, 19:30 Uhr

Wertachklinik Schwabmünchen, kuratiert von Kersten Thieler-Küchle

„Ins Krankenhaus geht man meist nicht gerne. Doch der Weg in die Wertachklinik Schwabmünchen lohnt sich durchaus, auch wenn man nicht krank ist oder nur Patienten besuchen möchte. Im Rahmen der Reihe „Kunst ist Medizin für die Seele“ des Krankenhausfördervereins stellen dort derzeit sechs renommierte Künstler ihre Werke aus. Sie alle haben schon an vielen nationalen und internationalen Ausstellungen teilgenommen und wurden mit zahlreichen Kunstpreisen ausgezeichnet.“

Augsburger Allgemeine

Teilnehmende Künstler:

Carmen Jaud Malerei

Erika Kassnel-Henneberg Malerei und Zeichnung

Eugen Keri Malerei und Zeichnung

Marc Rogat Malerei

Sandra Holzmann Malerei

Vitus Wolfsteiner Malerei

Open Art in Örebro

14.Juni bis 6.September 2015

Meine Teilnahme an der „Größten Kunst-Biennale Skandinaviens“ war für mich etwas ganz besonders: Abgesehen davon, dass ich endlich wieder in Schweden sein durfte, konnte ich viele neue Kontakte knüpfen und eine „alte“ Bekannte wiedersehen. Miri Nishri aus Israel, die ich bereits in Rovaniemi kennengelernt habe, war wieder mit von der Partie. Gemeinsam mit Jean-Luc Cornec und anderen Künstlern machten wir die City von Örebro unsicher…

Auch weitläufig bekannte Namen waren vertreten wie z.B. Ai Weiwei mit seiner Arbeit „Think Different (How to hang workers‘ uniforms)“, Erwin Wurm mit seiner „One Minute Sculptur“ und Eric Ravelo mit „The Untouchables“.

Teilnehmende Künstler:

Ai Weiwei
Alicia Martin
Amanda Karlsson
Ana Jagodic
Anton Hjärtmyr
Antonio O’Connell
Axel Wolf
BiLDFOBi
Bonjour, interactive lab
Cecilia Jansson
Chen Zhiguang
Cheng Dapeng
Chi Peng
Costin Ionita
David Cerny
DIS/ORDER
Eduardo Balanza
Elina Rantasuo
Eri Kassnel
Erik Ravelo
Erwin Wurm
Franck Fleming
Fu Zhongwang
Gunilla Jähnischen
Guy Lorgeret
Helena Mutanen
Hu Weiyi
Ida Rödén
Ivo Weber
Jean-Luc Cornec
Jim Sims & Johanna Byström Sims
Jan Kaláb a.k.a POINT
Johan Suneson
Josefina Posch
KASUGA
KONSTFACK
Kristina Lindberg
Lena Flodman
Li Binyuan
Lilian Bourgeat
Magdalena Eriksson
Maja Droetto
Mary Ellen Croteau & Ayala Leyser
Melissa Henderson
Michael McGillis
Miri Nishri
Neringa Naujokaite
Peter Johansson
Peter Ojstersek
Petrus Vavami
Pixy Yijun Liao
Roger Rigorth
Royal Art Academy Stockholm &
Art Academy Helsinki
Song Dong
Susanna Arwin
Sylvain Ristori a.k.a Sambre
Tapio Haapala
Ulrika Linder
Ulrike Kessl
Wang Rui
Willy Verginer
Xu Bing
Yang Mushi
Yin Xiuzhen
Yukako Ando
Zandra Harms
Åsa Andersson